ASPERGER.SERVICES

Öffentlichkeitsberatung … ein Tick anders!

Ihr Partner für Öffentlichkeit

»Erst wenn der letzte Kunde gegangen, der letzte Galerist vergiftet, der letzte Künstler gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Kunst nicht kaufen kann.«
Otto Freii

Realitätsgestaltung: Wir entwickeln kreative Ideen, Konzepte und Projekte für alle Lebensbereiche. Unsere Stärken sind das Einfache, das Praktische und das Besondere. Dazu nutzen wir vor allem die Wahrnehmung, das Wissen und die Erfahrung von Menschen mit besonderen Begabungen, insbesondere solchen mit dem so genannten Asperger-Syndrom. Wir sind keine Konkurrenz, wir sind Bereicherung. Fragen Sie uns: hallo asperger.services.

Unsere Leistungen beziehen sich auf alles, was im Kreativbereich möglich ist, ob Audio, Foto, Video, Text, Druck, Design, Veranstaltungen, Konzeptionen u.a., kurz: Jede Form von Beratung und Produktion vorwiegend im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, aber auch im privaten Bereich.

Asperger? Da war doch was?

Anderssein als Krankheit?

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), als wichtigstes weltweit anerkanntes Diagnoseklassifikationssystem der Medizin, definiert das Asperger-Syndrom wie folgt:

F84.5 Asperger-Syndrom

Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.

Aha! Geisteskrank!

NEIN!

Anderssein als Normvariante!

Per asperger ad astra. Wir definieren Asperger als Abweichung von der normalen Normalität mit einer besonderen Art der Realitätsgestaltung und Fähigkeit zur Konzentration.

Betrachten wir uns den entscheidenden ersten Satz der Definition der WHO etwas genauer:

»Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten.«

Folgende Fremd-Begriffe werden verwendet:

1. Nosologie (auch Krankheitslehre) ist die Lehre von der Erscheinungsform / Klassifikation einer Krankheit. Das Adjektiv zu Nosologie lautet nosologisch: die Nosologie betreffend; Krankheiten systematisch beschreibend.

2. Mit Validität (lateinisch validus: kräftig, wirksam; englisch validity; auch: Gültigkeit) wird in erster Linie das argumentative Gewicht einer (vornehmlich wissenschaftlichen) Aussage, Untersuchung oder Theorie bezeichnet.

3. Quantität (lat. quantitas: Größe, Menge) bezeichnet die Menge oder Anzahl von Stoffen oder Objekten oder die Häufigkeit von Vorgängen.

4. Das Adjektiv sozial, von französisch social und lateinisch socialis, ist ein Synonym zu gesellschaftlich und im erweiterten Sinn zu gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig.

5. Interaktion bezeichnet das wechselseitige Aufeinandereinwirken von Akteuren oder Systemen und ist eng verknüpft mit den übergeordneten Begriffen Kommunikation, Handeln und Arbeit.

6. Ein Stereotyp (griech. στερεός stereós: fest, haltbar, räumlich; und τύπος týpos: Form, in dieser Art, -artig) ist eine Beschreibung von Personen oder Gruppen, die einprägsam und bildhaft ist und einen als typisch behaupteten Sachverhalt vereinfacht auf diese bezieht. Stereotype sind verbalisierbar, sie erlauben allein durch die Nennung des stereotypen Begriffs den zugehörigen komplexen Inhalt schnell präsent zu machen.

7. Repertoire (lat. repertorium: Fundstätte) ist die Gesamtheit der Werke oder Darbietungen, die ein Künstler, eine Künstlergruppe, ein Theater oder eine andere Institution zeitnah aufführen kann.

Um die Übersetzungen der Fremd-Begriffe erweitert steht in der Definition der WHO das Folgende:

»Diese Störung von unsicherer systematisch gültiger Beschreibung ist durch häufige Abweichungen des wechselseitigen gesellschaftlichen Aufeinanderwirkens charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, vereinfachten, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten.«

In vereinfachte (stereotype) Sprache übersetzt:

Dieser als Störung benannte Zustand, von dem man nicht sicher weiß, ob er als Krankheit beschreibbar ist, ist charakterisiert durch

a) häufige Abweichungen von normalen Interaktionen und

b) vereinfachten und sich wiederholenden Bestand von Interessen und Aktivitäten.

Obige Definition in den Tatsachen entsprechende Sprache übersetzt, ist ein Mensch mit Asperger-Syndrom also jemand,

der sich mit einfachen (und deshalb angeblich eingeschränkten) Mitteln auf bestimmte Interessen und Aktivitäten konzentriert, welche dem Zustand unter Normalbedingungen nicht entsprechen.

Ob dieser Zustand krankhaft oder seine Beschreibung zutreffend ist, ist wissenschaftlich nicht gesichert. Deshalb ist auch der Begriff »Störung« eine (für Menschen mit Aspergermerkmalen oft verstörende) Annahme derer, die Asperger als Störung (ihrer Normalität) empfinden.

Genauso kann man nämlich auch sagen: Ein Mensch mit Asperger-Syndrom ist jemand, der:

a) mit einfachen Mitteln einen Zustand außerhalb der Normalbedingungen herstellt,

oder auch:

b) auf die Normalität der anderen mit (s)einer eigenen (einfachen) Normalität reagiert,

oder auch:

c) seine eigene Normalität einfach gestaltet.

Und diese Merkmale sind – im Gegensatz zu denen der Definition der WHO – wissenschaftlich nachweisbar.

Satz 2 der Definition der WHO erklärt: »Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher.«

Aha! Kein »echter« Autismus, keine allgemeine Entwicklungsverzögerung, kein fehlender Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Auffallende Ungeschicklichkeit im Umgang mit »normalen« Realitäten, behauptet aus der Sicht von (angeblich) neurologisch typischen Mensch (NT) – mehr nicht. Die häufig nachweisbaren Spezialbegabungen sind interessanterweise kein Thema der WHO-Diagnose. Na ja, wer glaubt auch schon an Krankheit als Begabung?

Satz 3 und 4 der Definition der WHO erklären: »Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.«

Da hier also nur die in Satz 1 und 2 bezeichneten Abweichungen von der Normalität (der anderen) gemeint sein können und zugleich erklärt wird, dass diese bis in die Jugend und das Erwachsenenalter (stark, also oft) weiterbestehen (persistieren) können, kommt Satz 3 trotz der pathologischen Wucht seiner Fremd-Begriffe kaum eine praktische Bedeutung zu, denn er besagt lediglich: Die Abweichung von der Normalität tritt, wenn im Kindesalter vorhanden, (auch) oft im Jugend- und Erwachsenenalter auf. Dies jedoch ist keine besonders bedeutungsvolle Erkenntnis, denn in allen Lebensphasen können Abweichungen von der Normalität auftreten. Insbesondere in solchen, in denen die Normalität geändert wird, welcher man sich mühevoll angepasst hat. Satz 4 vollendet die Definition mit einer Feststellung, welche auf jeden beliebigen Menschen zutreffen kann, nämlich der Möglichkeit des zeitweiligen weitgehenden Verlusts des Realitätsbezugs.

*

Menschen mit Asperger leben (verschiedene) Varianten der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung und damit Varianten derjenigen Normalität, welche als gesellschaftliche Übereinkunft eine gewisse Zeit gültig ist, von einer herrschenden Meinung definiert und von den meisten »Normalen« gelebt wird; meist ohne ihren Sinn oder Unsinn zu hinterfragen.

Dabei ist vor allem oft zu bemerken, dass gerade die Normvarianten von Aspies beständiger sind als die angeblich für alle geltende normale Realität, welche sich, je nach allgemeiner oder gruppenspezifischer Anerkennung oder Ablehnung von Normbestandteilen, sehr oft so schnell ändert, dass neurologisch typische Menschen ihr (bisher) normales Leben nun plötzlich als Störung der Normalität empfinden.

Diejenigen unter ihnen, welche diese Normwechsel nicht schnell genug oder im Kontext der Definitionen vollziehen, werden nun – wer hätte es geahnt? – ihrerseits als Störer der Normalität (der anderen) empfunden.

Und anstatt nun das Modell der kollektiven Realitätsgestaltung nachhaltig dahingehend zu ändern helfen, dass eine Unterscheidung in »normal« und »abnormal« nicht (mehr) erforderlich ist, übertreffen sich oft selbst suizidgefährdete Psychiater in der Erfindung immer gewagterer Diagnosen zum Zwecke der Erzeugung von Krankheitsbildern aus völlig normalen Zuständen des Bewusstseins. Als berüchtigtes Beispiel mag hier die so genannte »Trauer-Ausschluss-Klausel«1 dienen.

Wir sind Aspies. Und das ist gut so!

Das Fazit der Definition der angeblichen Krankheit »Asperger-Syndrom« ist also ebenso einfach wie die Normalität von Aspies: Wir sind nicht normal, aber nicht krank. Eben ein Tick anders.

Es ist ein wenig wie der Witz mit den Geisterfahrern. Einer? Tausende!

Wir sind einfacher, als manche glauben. Anstatt wir nämlich ein Hemd in seine Einzelteile zerlegen, um es möglichst in allen Fächern eines Schrankes unterzubringen, legen wir es … einfach in ein Fach. Sie auch?

Und dass wir keinen Small-Talk pflegen, bedeutet im Übrigen nicht, dass unsere Kommunikation gestört ist.

Was bietet ASPERGER.SERVICES?

Ganz ehrlich? Wir bieten nichts weiter, als das Wissen, wie man Informationen (z.B. Textbausteine/Bilder/Töne u.a. Realitätsbestandteile mit Nährwert) mit der Realität individueller Humaneinheiten verbindet und so Nutzen bringende Realität für Humangesellschaften gestaltet.

Damit möchten wir zum Einen zeigen, dass das, was landläufig unter »Öffentlichkeitsarbeit« verstanden bzw. produziert wird – und auch noch mit dem hierbei äußerst unzutreffenden Begriff »Werbung« geschmückt wird; ganz so, als würde aus einem Wolf ein Vogel, nur weil man ihm Flügel transplantiert –, weder das Geld, welches dafür ausgegeben werden soll, wert ist noch die Lebensenergie, welche von allem am Großen Spiel Beteiligten investiert wird; ganz so, als gäbe es nichts Wichtigeres, als den Hinweis an die Öffentlichkeit: »Ihr seid Verfügungsmasse, und seid Ihr nicht willig, so brauchen wir Gewalt!«. Insoweit entlarvt sich alles ganz aus eigener Kraft.

Zum Zweiten möchten wir den Beweis antreten, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht nur erstaunlich einfach und nützlich sein kann, sondern dass es dazu keiner Profis bedarf, welche den Kunden die Arbeit abnehmen, sondern dass es dazu Kunden bedarf, welche verstehen, was Öffentlichkeitsarbeit ist, und Lust haben, selbst Öffentlichkeitsarbeit für ihre Kunden zu machen; also für ihre Kunden tatsächlich zu arbeiten, anstatt zu erwarten, dass diese etwas kaufen, bloß weil man eine Werbeagentur damit beauftragt hat, die Kunden mit Lobeshymnen auf die eigene Firma zu quälen. Insoweit geben wir uns alle Mühe, Ihnen für Ihr Geld mehr Arbeit zu machen – mehr Öffentlichkeitsarbeit!

Das war zu lang, zu unverständlich, zu viele Worte?

Da hat Ihnen wohl jemand glaubhaft gemacht, Sie wären unfähig zur geistigen Verarbeitung mittelkomplexer Schachtelsätze und Sie und Ihre Kunden könnten Informationen nur auf BILD-Nivea mit fünf Worten pro Satz begreifen? Glauben Sie bitte nicht an den Unsinn, Sie und andere wären geistig umnachtet. Allein das Verständnis einer Fernbedienung für den Fernseher erfordert mehr Informationsverarbeitung als der vorliegende Text. Wir können uns doch nicht einerseits als die Krone der Schöpfung betrachten und andererseits wirklich glauben, wir wären unfähig zur konzentrierten Aufnahme und Verarbeitung von Informationen über unsere mehr als komplexe Realität.

Aber auch gern als Merksatz:

Eine Ersatzrealität ist kein Ersatz für Realität.

Auch nicht das Richtige?

Dann als Frage: Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass kein Umweltschutzverein gegen die Verschmutzung der Realität durch Firmen klagt, welche Sie für nicht nur für dumm und unmündig erklären, sondern sich auch noch erlauben, Ihr Leben zu bestimmen, indem sie Ihnen zu jeder Tageszeit angebliche Informationen liefern, mit denen Sie andere Leute betrügen können sollen, ohne dass diese es merken? Wie fühlen Sie sich, wenn Ihre »Werbung« im Betrachter einen Fluchtreflex auslöst? Schauen Sie gern TV-Werbung?

Vergessen Sie die Begriffe »Zielgruppe« oder »Human potential«:

Kunden sind keine Ware!

Wir bieten Ihnen an, mit Ihnen gemeinsam Ihre Öffentlichkeitsarbeit auf Schwachstellen zu überprüfen. Testen Sie sich!

Öffentlichkeitsarbeit ist Sozialarbeit.

Ach ja, und Menschen, die über Fähigkeiten zu Nutzen bringender Realitätsgestaltung verfügen, sind als Mitmacher immer gern willkommen; deshalb unser Anforderungsprofil:

  1. Du bist nicht teamfähig?
  2. Du arbeitest, wann Du Lust hast?
  3. Du möchtest bei der Arbeit nicht gestört werden?
  4. Du kannst etwas, was andere nicht können wollen?
  5. Du arbeitest nicht für Geld, hast aber nichts gegen eine faire Aufteilung der Einnahmen?

Dann bewirb Dich noch heute! Oder morgen. Oder wann immer Du willst.

Schreib einfach eine E-Mail an: hallo@asperger.services

Was kostet ASPERGER.SERVICES?

Die (un)beliebte Frage nach dem Großen Geld. Da wir nicht (nur) von Luft und Liebe leben und unsere finanziellen Verbindlichkeiten selten in Form von Schweinen, Hühnern, Kartoffeln u.a. entrichten dürfen, bedürfen auch wir des monetären Lohnes für unsere Arbeit, d.h. auch Ihr Geld ist herzlich willkommen; deshalb in Kürze unser grundlegendes und im Einzelnen durchaus verhandelbares Preismodell:

1. Jede Arbeitsstunde kostet 100 € (derzeit noch ohne Mehrwehrtsteuer aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG).

2. Sie buchen ein Arbeitszeitkonto von x Stunden, mindestens jedoch 5 Stunden.

2.1. Für diesen Grundbetrag für 5 Stunden Arbeit analysieren wir Ihre Bedürfnisse und erstellen ein Exposé unserer Vorstellungen von der Erfüllung Ihrer Wünsche.

3. Die restliche Zeit des Arbeitszeitkontos wird für Denken, Planungen, Entwürfe, Recherchen und direkt von uns erbrachte Produktionsarbeiten verbraucht.

4. Zum vereinbarten Arbeitszeitkonto kommen nach Auftragserteilung und Absprache Spesen (Fahrkosten, etc.) und externe Produktionsgebühren hinzu.

4.1. Dies erlaubt Ihnen z.B., bestimmte Produktionsprozesse an für Sie geeignet erscheinende Partner zu deren Bedingungen auszulagern.

5. Den an uns zu entrichtenden Gesamtbetrag können Sie entweder im Voraus mit 5% Skonto entrichten oder mit einer Laufzeit von 12 Monaten ab Auftragserteilung ohne Skonto oder Zinsen zu je einem Zwölftel (ca. 8,34%) des Gesamtbetrages pro Monat.

5. 1. Bei ausschließlicher Buchung der Grundarbeitszeit von 10 Stunden ist der entsprechende Betrag sofort fällig.

6. Das Urheberrecht des Ihnen von uns zur Verfügung gestellten geistigen Eigentums verbleibt gemäß Urheberrechtsgesetz beim jeweiligen Urheber.

7. Bis zur Begleichung des vollständigen Gesamtbetrags behalten wir uns die volle Verfügung über unser Ihnen zur Verfügung gestelltes geistiges oder materielles Eigentum vor.

8. Nach Begleichung des vollständigen Gesamtbetrags übertragen wir Ihnen alle zu Ihrer Nutzung benötigten Rechte über unser Ihnen zur Verfügung gestelltes geistiges Eigentum. Insoweit erwerben Sie mit der Begleichung des vollständigen Gesamtbetrags auch die entsprechend benötigten Nutzungsrechte gemäß §§ 15-24 UrhG.

Was wir überhaupt nicht leiden können

Es gehört nun einmal zur Arbeit im Kreativbereich, dass man potentiellen Kunden vor Auftragserteilung einige mehr oder weniger detaillierte Vorschläge macht, wie sie ihre Öffentlichkeitsarbeit verbessern bzw. verändern können, denn niemand kauft gern die Katze im Sack. Dass diese Vorschläge auf den (potentiellen) Kunden zugeschnitten sind, liegt also auf der Hand, denn nur so kann sich dieser ein ungefähres Bild davon machen, worum es bei Anregungen zu Veränderungen geht und was für ein Kreativpotential zu erwarten ist. Das bedeutet also immer eine gewisse vertretbare kreative und produktive Vorausleistung in unterschiedlichem Umfang, welche selbstverständlich nicht explizit berechnet wird, da ja in der Regel noch kein Auftrag vorliegt. Wenn sich nun ein potentieller Kunde von unseren Vorschlägen nicht begeistert zeigt und kein Auftrag vergeben wird, ist das also unser Risiko und des Kunden gutes Recht.

Was aber sowohl ehtisch als auch moralisch überhaupt keinen guten Eindruck auf uns macht, ist, wenn der potentielle Kunde sich zunächst total begeistert zeigt und schon im Vorfeld gewisse Änderungswünsche an den Vorschlägen und Entwürfen erfüllt haben möchte; also juristisch bereits durch derartiges konkludentes Handeln2 ein grundsätzliches Einverständnis zur Nutzung und damit Auftragsvergabe geäußert hat, um dann bei Vorlage des in beiderseitigem Einverständnis erarbeiteten Exposés zur endgültigen Festlegung der Arbeiten und deren Vergütungen plötzlich der Ansicht zu sein, er könne die für ihn mit seinem Einverständnis erarbeiteten Vorschläge und Denk- sowie Produktionsergebnisse nach Gutdünken verwenden, indem er sie von einer meist billigeren, weil nicht die Kreativarbeit erbracht habenden Produktionsfirma ausführen lässt, und dabei nicht einmal ansatzweise auf die Idee kommt, dass er nicht nur fremdes geistiges Eigentum stiehlt, sondern uns auf geleisteter Arbeit sitzen lässt ohne auch nur einen Cent dafür bezahlen zu wollen; man hat ja schließlich noch keinen schriftlichen Auftrag erteilt.

Auf derartige »Kunden« verzichten wir dankend und behalten uns in solchen Fällen – ganz unsentimental – anhand unserer Arbeitsdokumentationen den öffentlichen Nachweis vor, welche Bestandteile unseres geistigen und produktiven Eigentums ohne Absprache und Vergütung in die Öffentlichkeitsarbeit solcher Firmen einfließen. Dies ist das Risiko solcher »Kunden« und unser gutes Recht.

Wir können uns nicht einerseits über raubmordkopierende Chinesen aufregen und andererseits dem Wahn verfallen, Ideen und Konzepte seien so etwas wie Freibier mit Nachschenkgarantie am Sonntag.

Kontakt

ASPERGER.SERVICES
Ingmar Vetter
Postfach 60 01 18
99049 Erfurt

Mobil: ++49/(0)1575/848 06 53
E-Mail: hallo@asperger.services

Danke für die Aufmerksamkeit und beste Grüße,
Ingmar Vetter (Administrator)

iv

PS: Bei Fragen fragen.

  1. Manfred Bichel

    Das ist doch mal ein ordentliches Statement Herr Vetter! Ich bekomme bei solchen Typen das kalte K… Ich kenne das genau. „Ach, können Sie nicht noch dies oder das verändern, dann machen wir den Auftrag fertig?“ Dann macht man das. „Ach, aber könnten Sie vielleicht nicht noch aus das noch so und so machen bevor wir zu Potte kommen?“ Klar, kein Problem! Und zum Schluss? „Ach wissen Sie, ich kenne da jemanden, der macht das auch, der hat gesagt, das kann man auch anders machen. Ich glaube ich gehe zu dem, den kenne ich und der macht das auch billiger.“ Macht`s gut und Danke für den Fisch.

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